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30.07.2010
 
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Denkmalgeschützte Fassade erstrahlt neu

Die Häuser der ehemaligen Zechensiedlung Rheinpreußen gelten derweil als begehrte Schmuckstücke in Duisburg-Homberg.

Von Arbeitersiedlung zur bevorzugten Wohngegend gemausert

Die ab 1903 angelegte Bergbausiedlung "Rheinpreußen"
gilt als Abkehr der damalig typisch schematischen Arbeiterkolonien des 19. Jahrhunderts. Nach Vorbild des traditionellen englischen Siedlungsstils entstand hier in offener Bauweise eine schmucke Siedlung mit Baumalleen, Vor- und Nutzgärten, angebauten Wirtschaftsgebäuden in wechselnder Anordnung von Doppel- und Einzelhäusern, Fassaden- und Dachgestaltung.
Die unter Denkmalschutz gestellte Siedlung zählt mittlerweile zu den begehrtesten Wohnquatieren in Duisburg-Homberg am linken Niederrhein und wird von Hauseigentümern, Mietern sowie der verwaltenden Genossenschaft liebevoll gepflegt und Instand gehalten.

Die Klinkersteine des Hauses vor der Behandlung. Sie sind stark verschmutzt und dieser Zustand ist Hausbesitzer Adam Czogalla schon lange ein Dorn im Auge.
Die Aufgabe
Familie Czogalla hatte das Glück vor 3,5 Jahren eines der gefragten Häuser erwerben zu können. Das Einzige was
sie jedoch nach dem Einzug störte, war der unansehliche Zustand der Außenfassaden. Um dem Abhilfe
zu leisten, zog Adam Czogalla los und suchte nach geeignete Lösungen. Sein erster Griff ging zum handels-
üblichen Hochdruckreiniger, was sich jedoch schnell als Fehlgriff herausstellte. Da der verbaute Klinkerstein eine sehr weiche Oberfläche besitzt, wurde er bei der Behandlung mit dem Hochdruckgerät zum Teil sehr stark beschädigt und die Oberfläche regelrecht weggeschossen.

Der 2. Versuch galt den ebenfalls handelsüblichen Fassadenreinigungsmitteln, welches sich zum Einen als sehr aufwendig und zeitintensiv herausstellte und zum Anderen deutliche Spuren auf dem Klinker hinterlassen hatte. Die roten Steine verloren an Farbe, wirkten verblasst und waren mit einem gräulichen Schleier überzogen.

Die kaputt geschossenen Klinkersteine nach dem Reiniungsversuch mit handelüblicher Hochdrucktechnik und nach der Reinigung mit dem torbo Feuchtsandstrahlverfahren.
Nun war guter Rat teuer, da z.B. auch aufgrund der vom Denkmalschutz gestellten Auflagen keinerlei chemische Reinigungsmittel verwendet werden dürfen. Adam Czogalla wollte jedoch so nicht aufgeben und eine Internetrecherche führte endlich zur Lösung. Czogalla stieß auf das Rheinberger Unternehmen "Clean Point - Reinigungstechnik und Dienstleistungen", welches sich das sogenannte Öko-Cleaning -ohne Allergie auslösende Chemie - im Innen- wie Außenbereich auf die Fahnen geschrieben hat. So bietet Firmeninhaber Holger Tissen auch das umweltfreundliche torbo Feuchtsandstrahverfahren für den Fassadenbereich an.

Nach der ersten Kontaktaufnahme und ausführlicher Beratung durch Holger Thissen wurde man sich schnell handelseinig.

Der Rheinberger Dienstleistungsunternehmer Holger Tissen bei den Strahlarbeiten mit dem torbo Feuchtsandstrahlsystem.
Ran an die Arbeit
Ausgestattet mit dem torbo-Trailer AC37 aus dem Mietmaschinenpark der Salamon und Zimmermann Reinigungstechnik AG rückte Holger Tissen diesen Samstag in Homberg an und strahlte, was das Zeug hielt. Die 120 qm Außenfassaden des Siedlungshauses wurden so innerhalb nur eines Arbeitstages komplett gereinigt - Schmutz sowie Ablagerungen der letzten 90 Jahre einfach und schnell von dem Klinker gestrahlt.

Herr Tissen, können Sie etwas zu der speziellen Herausforderung hier vor Ort und zu der angewandten Technik sagen?
"Aber gerne, wir haben es hier mit einem sehr weichen und empfindlichen Klinkerstein, dem sogenannten Feldbrandstein zu tun. Auf solchen Untergründen kann man nicht mit der handelsüblichen Hochdrucktechnik arbeiten, da dabei der Stein beschädigt wird. Bei solchen Herausforderungen kommt nur das torbo Feuchtsandstrahlverfahren in Frage, da es ein sehr schonendes Verfahren ist, welches den Stein in keinster Weise angreift. Das Strahlmittel, hier Granatpuder vom Typ G3, wird zwar ebenfalls sozusagen auf den Stein geschossen, aber da jedes Granatkörnchen von einem Wasserfilm ummantelt ist, welcher beim Aufprall auf den Untergrund zerplatzt, wird lediglich der Schmutz von der Oberfläche entfernt.

Dienstleister Holger Tissen ist absolut zufrieden mit den Strahlergebnissen. Im oberen Bereich sieht man im Vergleich die noch unbehandelte Fläche.
Herr Tissen, warum setzen Sie und Ihr Unternehmen auf das torbo-System?
"Unser Unternehmen hat sich der ökologischen Reinigung im Innen- wie Außenbereich verschrieben. Bei uns kommt keinerlei Chemie zum Einsatz, was wir grade in Zeiten zunehmender Allergien für unerlässlich halten. Außerdem erfüllt das torbo-System jegliche Umweltauflagen und ist somit auch für den Einsatz im denkmalgeschützten Bereich optimal geeignet. Die Vielseitigkeit hat uns ebenfalls vollkommen überzeugt, weil man je nach eingesetztem Strahlmittel von empfindlichstem Holz bis zur Metallreinigung sowie der Graffitientfernung mit dieser Technik alles leisten kann. Die Maschinen sind nach der Einweisung gut und einfach zu handhaben und wenn mal Probleme oder Spezialfälle auftauchen haben wir in Frank Salamon von der Salamon und Zimmermann Reinigungstechnik AG immer einen kompetenten Ansprechpartner gefunden, so dass wir bisher jede Herausforderung zur vollsten Zufriedenheit aller gemeistert haben."

Die fertige Fassade strahlt nach der Anwendung wieder wie neu.
Herr Czogalla, sie strahlen mit Ihren neu erstrahlten Klinkern um die Wette, was denken sie jetzt nachdem hier alles so gut wie fertig ist?
"Ich bin absolut begeistert. Ich habe über die Jahre schon so viel probiert und mir so viele Gedanken gemacht und nun ist alles an einem Arbeitstag komplett fertig. Es ist ein Gefühl, als hätte man das Haus grade im Moment noch einmal neu gekauft, weil es absolut so aussieht. Die roten Steine strahlen und leuchten wieder in ihrer Ursprünglich-
keit und das ist einfach nur klasse. Das werden wir morgen erst einmal mit Freunden und Nachbarn beim Grillabend ordentlich feiern. Das die ganze Geschichte so einfach, schnell und umweltfreundlich funktioniert, hätte ich nicht erwartet. Ich werde das aufjedenfall weiterempfehlen, und hoffe, dass noch einige Siedler hier unserem Beispiel folgen werden. Das würde unsere schöne Siedlung noch ein Stück weit mehr aufwerten.
Und wenn man mal bedenkt, dass das Ganze keine 3.000 Euro gekostet hat, dann war es das mehr als wert. Außerdem hat mir Holger Tissen noch eine Spezialimprägnierung empfohlen, die er in ca. 2 Tagen auftragen wird, wenn die Steine komplett abgetrocknet sind. So imprägniert können die Steine mindestens 10 Jahre keinen Dreck mehr ansetzen und sie erhalten noch einen zusätzlichen Schutz ohne die Oberfläche zu verändern.
Ich bin jetzt einfach nur rundum zufrieden und glücklich diesen Schritt gemacht zu haben.

 

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